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Pflegeversicherung

 Die Pflegeversicherung ist eine Pflichtversicherung nach dem XI. Buch des Sozialgesetzbuches, die der Krankenversicherung folgt. Das heißt, dass Sie dort pflegeversichert sind, wo Sie auch Ihre Krankenversicherung haben. Dies gilt auch für mitversicherte Familienangehörige. Wer allerdings privat krankenversichert ist, muss auch privat eine Pflegeversicherung abschließen. Das geschieht nicht automatisch.

Fragen und Antworten zum Thema Pflegeversicherung

Hier finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Pflegeversicherung.

Wie stelle ich den Pflegeantrag?

Vorab können Sie eine persönliche kostenlose Pflegeberatung in Anspruch nehmen. Bei:  Senioren und Pflegestützpunkte Niedersachsen, Ihrer Pflegekasse oder einem Pflegedienst.

Der Antrag kann bei der Pflegekasse/Krankenkasse des Pflegebedürftigen telefonisch oder online bestellt werden. Neben den persönlichen Daten wird abgefragt, ob die Pflege durch einen Angehörigen (Pflegegeldleistung) oder durch einen Pflegedienst (Pflegesachleistung) erbracht werden soll. Nach Rücksendung des Antrages muss die Pflegekasse innerhalb von 5 Wochen den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) oder bei Privatversicherten (Medic proof), mit der Begutachtung zur  Feststellung der Pflegebedürftigkeit beauftragen. Der Gutachter meldet sich schriftlich an.

Was passiert bei der Begutachtung?

Während der Begutachtung vor Ort wird  nicht nur der Hilfebedarf festgestellt, sondern es werden auch Empfehlungen zu möglichen Maßnahmen zur Förderung oder zum Erhalt der Selbständigkeit / der Fähigkeiten, Prävention und Rehabilitation gegeben. Der individuelle Pflegeplan beinhaltet auch Empfehlungen zur Versorgung mit Pflege- und Hilfsmitteln und zu Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes.

Es wird empfohlen, dass die Pflegeperson bei der Begutachtung anwesend ist.

Folgende Unterlagen sollten bereit liegen: Medizinische Unterlagen (Arzt- Krankenhausberichte, Medikamentenplan, Liste der Erkrankungen) vorhandene Hilfsmittel,  evtl. Aufzeichnung zum Tagesablauf

Wie lege ich Widerspruch ein, wenn ich mit der Einstufung durch den MDK nicht einverstanden bin?

Sind Sie mit der Entscheidung unzufrieden? Dann ist es sinnvoll, sich von der Pflegekasse eine Kopie das MDK Gutachtens (etwa 8 bis 10 Seiten) schicken zu lassen. Im Gutachten finden Sie alle Details, die zur Einstufung berücksichtigt wurden.

Ein Widerspruch muss fristgerecht und in der Regel schriftlich bei der Pflegekasse eingereicht werden. Die Begründung für einen Widerspruch sollte detailliert Unzulänglichkeiten des MDK Gutachtens aufzeigen und auf der Grundlage der Begutachtungsrichtlinien den Hilfebedarf darstellen. Die Richtlinien zur Begutachtung von Pflegebedürftigkeit (BRi) können Sie sich als pdf.-Dokument auf der Seite des Medizinischen Dienstes herunterladen .MDS