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Pflegeberatung

Seit dem 1. Januar 2009 existiert der gesetzliche Anspruch auf Pflegeberatung. Die Beratung erfolgt durch Pflegeberaterinnen und Pflegeberater. Diese sind in aller Regel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegekassen, die über Wissen aus den Bereichen des Sozialrechts, der Pflege und der Sozialarbeit verfügen. Die Pflegeberatungen sind vor Ort stationiert und gut vernetzt und informiert. Sie können Fragen rund um die Pflegesituation regional beantworten. Die Pflegeberatungen informieren Sie,

  • Bei Fragen zur Unterstützung der häuslichen Pflegesituation und informieren Sie zu ambulanten Pflegediensten in Ihrer Nähe.
  • Unterstützen Sie bei der Beantragung der Pflegestufen.
  • Helfen Ihnen bei der Orientierung zu den Unterstützungsangeboten. Sie kennen die Strukturen vor Ort wissen, welche Projekte und ehrenamtlichen Möglichkeiten der Unterstützung es in Ihrer Nähe gibt.
  • Unterstützen Sie bei der Wohnfeldanpassung.
  • Kennen die Strukturen und Rahmenbedingungen der finanziellen Möglichkeiten der Pflege- und Krankenkassen

 Viele Pflegeberatungsstellen bieten Ihre Beratung auch im Rahmen des „Pflegegutachtens“ nach § 37Abs. 3 SGB XI an. Die Pflegekassen schreiben vor, dass Angehörige, die zu Hause pflegen in einem bestimmten Abstand einen „Pflegebesuch“ vereinbaren. Wie häufig man einen solchen „Pflegebesuch“ vereinbaren muss, hängt von dem Pflegegrad ab. Bei Pflegegrad 2 und 3: einmal halbjährlich, bei Pflegegrad 4 und 5: einmal vierteljährlich.

Der Besuch dient dazu, die Qualität der pflegerischen Versorgung durch Angehörige oder selbstbeschaffte Pflegepersonen zu bewerten, diese zu beraten und ggf. Verbesserungsmöglichkeiten vorzuschlagen. Die Beratung der pflegenden Person steht im Vordergrund. Dieser Pflegebesuch ist nicht kostenfrei, wird aber von der Pflegekasse übernommen. Er ist verpflichtend, sobald die Pflege von Angehörigen zu Hause übernommen wird. Eine Missachtung der Pflegebesuchstermine kann zum Aussetzen des Pflegegeldes führen.

Pflegestützpunkte im Landkreis Hildesheim

Der Landkreis Hildesheim hat in den Kreishäusern Hildesheim, Bischof-Janssen-Str. 31, und in Alfeld, Ständehausstr. 1, Pflegestützpunkte eingerichtet. Sie sind für alle Pflegebedürftige, ihren Angehörigen sowie interessierte Personen für Fragen rund um das Thema Pflege Anlauf- und Beratungsstelle. Dort wird aus einer Hand neutral und kostenlos über pflegerische, medizinische und soziale Leistungen informiert.

Die Pflegestützpunkte sollen wohnortnah eine Transparenz der bestehenden Hilfs- und Versorgungsstrukturen ermöglichen. Es werden vorhandene Strukturen genutzt und Leistungserbringer weiter vernetzt. Zudem erfolgt eine nachhaltige Einbindung von Selbsthilfegruppen und des Bürgerschaftlichen Engagements.

Flyer Pflegestützpunkte im Landkreis Hildesheim